🌿 Warum Loslassen so schwer fällt
Loslassen berührt häufig drei Ebenen:
1️⃣ Sicherheit
Wir halten an Dingen fest, weil sie vertraut sind.
Sogar belastende Situationen können sich „sicherer“ anfühlen als das Unbekannte.
2️⃣ Bedeutung
Was wir loslassen wollen, hatte einmal einen Platz in unserem Leben:
eine Beziehung, ein Wunsch, ein Traum, ein gewohntes Muster.
Loslassen heißt auch, diese Bedeutung anzuerkennen.
3️⃣ Schutz
Manchmal halten wir fest, um uns vor Schmerz zu schützen.
Das Festhalten wirkt dann wie ein innerer Anker – auch wenn er uns nicht mehr weiterbringt.
Im systemischen Verständnis geht es nie um „richtig“ oder „falsch“,
sondern darum zu erkennen, welche Funktion das Festhalten bisher hatte.
🍃 Wie Loslassen möglich wird
Loslassen ist ein leiser Prozess.
Er beginnt nicht im Kopf, sondern in der Haltung, wie wir uns selbst begegnen.
1️⃣ Annehmen, was ist
Loslassen beginnt mit Ehrlichkeit:
Was trage ich mit mir, das schwer geworden ist?
Ohne Bewertung – nur wahrnehmen.
2️⃣ Dankbarkeit für das, was war
Was wir würdigen können, können wir leichter gehen lassen.
Es geht nicht darum, alles gutzuheißen, sondern anzuerkennen,
dass es einmal wichtig war.
3️⃣ Kleine Schritte statt großer Entscheidungen
Loslassen ist oft kein Moment, sondern ein Weg.
Ein Gedanke, der leichter wird.
Ein Muster, das sich verändert.
Ein Tag, an dem wir uns anders entscheiden.
4️⃣ Unterstützung annehmen
Manchmal braucht Loslassen einen geschützten Raum:
ein Gespräch, in dem Gefühle, Ängste und Wünsche Platz haben.
Systemische Beratung öffnet Perspektiven und schafft Klarheit,
welcher nächste Schritt möglich ist.
🌸 Was entsteht, wenn wir loslassen
Loslassen schafft Raum:
für Neues, für Ruhe, für Leichtigkeit, für uns selbst.
Es öffnet Türen, die geschlossen blieben,
solange wir am Alten festhielten.
Oft merken wir erst rückblickend:
Ich habe nicht verloren – ich habe Platz geschaffen.
✨ Fazit
Loslassen ist kein Abschied, sondern eine Bewegung in Richtung Freiheit.
Es ist ein stiller Prozess, der Mut braucht – aber auch Frieden bringt.
Gerade zum Jahresende kann es wohltuend sein, bewusst innezuhalten:
Was darf bleiben?
Was darf gehen?
Was möchte neu entstehen?








