Neues Jahr, neue Vorsätze – und die Erlaubnis, dir Hilfe zu holen
Der Beginn eines neuen Jahres fühlt sich für viele Menschen wie ein innerer Wendepunkt an. Etwas soll sich verändern. Etwas darf leichter werden. Und gleichzeitig taucht oft genau jetzt das auf, was lange verdrängt wurde: Erschöpfung, Unsicherheit, innere Unruhe oder das Gefühl, festzustecken.
Viele denken dann:
„Ich halte noch durch.“
„So schlimm ist es ja nicht.“
„Andere schaffen das doch auch allein.“
Doch seelische Belastungen verschwinden selten durch Warten.
Nicht zu lange warten – aus Selbstfürsorge
In meiner Beratung erlebe ich häufig, dass Menschen schon sehr früh gespürt haben, dass sie Unterstützung brauchen. Trotzdem haben sie lange gezögert, Hilfe anzunehmen. Aus Pflichtgefühl, aus Angst oder aus dem Wunsch heraus, stark sein zu müssen.
Dabei ist es ein wichtiger Schritt, sich rechtzeitig Hilfe zu holen – nicht erst dann, wenn nichts mehr geht.
Psychologische Beratung kann dabei unterstützen,
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innere Klarheit zu gewinnen,
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Gefühle einzuordnen und ernst zu nehmen,
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neue Perspektiven zu entwickeln,
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alte Muster behutsam zu verändern.
Ein stiller Vorsatz für dieses Jahr
Vielleicht ist der wertvollste Vorsatz zu Beginn dieses Jahres kein „mehr leisten“ oder „besser funktionieren“, sondern dieser:
Ich darf mir Hilfe holen, bevor es zu viel wird.
Das neue Jahr muss nicht perfekt starten. Es darf ehrlich beginnen.
Mit dem Mut, sich selbst zuzuhören – und sich Unterstützung zu erlauben.
Wenn du merkst, dass dich etwas innerlich beschäftigt oder belastet, nimm dieses Gefühl ernst. Du musst nicht warten, bis es schlimmer wird. Manchmal beginnt Veränderung genau dort, wo wir aufhören, alles allein tragen zu wollen.








